Pech-Pleite gegen Eltersdorf

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Der 1. SC Feucht verliert das Heimspiel gegen den SC Eltersdorf mit 4:1. Eine sehr defensiv eingestellte Mannschaft der Gastgeber geriet in der ersten Halbzeit durch einen Freistoßtreffer von Tobias Herzner (32.) bereits in Rückstand. Nach der Pause drehten die Feuchter auf und erzielten durch Kussmann (48.) den Ausgleichstreffer, bevor ein äußerst diskutabler Strafstoß und ein weiterer Freistoßtreffer die Gäste endgültig auf Kurs brachten (Göbhardt 57., Kracun 69. und Renner 72.).

Bereits vor dem Anpfiff überraschte das Feuchter Trainerduo Schlicker und Gündogan mit der Aufstellung. Der SC spielte hinten mit einer Fünferkette. Die klare Devise: Hinten sicher stehen! Das gelang den Feuchtern bis auf eine Chance von Moritz Fischer in der achten Minute für die Gäste sehr gut. Eine scharfe Hereingabe von der rechten Seite schoss der Eltersdorfer an den Feuchter Pfosten. Alles deutet auf ein 0:0 zur Pause hin, bis Schiedsrichter Maximilian Riedel nach einem Foul kurz vor dem Feuchter Strafraum auf Freistoß entschied. Tobias Herzner trat an und schoss gezielt links und flach an der Mauer vorbei ins kurze Eck. Feuchts Torwart Kowalewski war beim Abschluss selber ohne jede Chance. Nur eine fachgerecht positionierte und stehende Mauer hätte diesen Gegentreffer aus Feuchter Sicht verhindern können.

Nach einer sonst ereignisarmen ersten Halbzeit trat der SC Feucht in der zweiten Halbzeit viel mutiger auf. Nach nur wenigen Sekunden merkte jeder anwesende Zuschauer im Waldstadion, dass die Gastgeber heute noch was vorhaben und jetzt ihre Gegenspieler viel höher und energischer anliefen. In der 48. Minute war es ein blitzsauberer Spielzug über Tim Ruhrseitz, Leon Rukiqi und Justin Kussmann, der zum 1:1 führte. Ruhrseitz hob den Ball zentral aus 25 Metern sehenswert über die Abwehr der Quecken zu Rukiqi, der vor dem Schlussmann des SCEs die Ruhe behielt und nochmal quer legte zu Kussmann.

Große Freude im Feuchter Waldstadion nach dem sehenswerten Ausgleichstreffer der Feuchter

Strittiger Strafstoß bringt Eltersdorf auf die Siegerstraße

Die Feuchter waren jetzt absolut wieder drin in einem zu diesem Zeitpunkt vollkommend offenen Spiel. Entscheidend war in der 56. Minute im Feuchter Waldstadion leider wie schon in der vergangenen Woche eine äußerst strittige Schiedsrichter-Entscheidung. Ein Eltersdorfer Spieler zog über die rechte Seite mit viel Tempo in den Feuchter Strafraum und wurde von einem Feuchter Spieler deutlich nach seinem Abschluss an der Grundlinie gelegt. Es dauerte knappe 20 Sekunden, bis der Pfiff von Maximilian Riedel im Stadion als Strafstoßpfiff ankam. Neben den Zuschauern dachten auch die Spieler beider Mannschaften, dass die Partie mit Abstoß fortgesetzt werden würde.

Die DFB-Anweisung lautet bei solchen Grätschen nach dem Abschluss, dass diese nur geahndet werden sollen, wenn es sich um ein rücksichtsloses oder brutales Foulspiel handelt. Beides war hier für Schiedsrichter Riedel nicht der Fall, denn zum Strafstoß gab es keine persönliche Strafe für einen SC-Akteur. Insgesamt eine seltsame und wenig akzeptierte Entscheidung, die zum 2:1 der Quecken führte. Kapitän Göbhardt verwandelte den Strafstoß satt links unten.

Die Akzeptanz für seine Spielleitung verlor Schiedsrichter Riedel endgültig wenige Minuten später, als der SC-Angreifer Tarik Sormaz bei einem Flankenball im Eltersdorfer Strafraum gehalten wurde. Eine Entscheidung im Ermessensspielraum des Schiedsrichters, die Riedel wieder gegen die Feuchter traf.

Entscheidung nach offensiven Einwechslungen

Und es ging so weiter. Nach einer guten Stunde pfiff Riedel ein Foul vom Feuchter Weber, den er wegen der Spielsituation auch nachvollziehbar verwarnte. Der erst in der Spielruhe eingewechselte Christopher Kracun trat direkt an und setze den Ball direkt mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck. Nur drei Minuten später offenbarten sich durch das nun offensivere Spiel der Feuchter große Lücken in der Innenverteidigung, die Robin Renner für die Quecken nutzte. Nach einem Ballverlust der Feuchter an der Außenlinie ging es ganz schnell, sodass Renner im Feuchter Strafraum alleine vor Kowalewski zum 1:4 Endstand einschießen konnte.

Hatten am Freitagabend das Spielglück auf ihrer Seite: Die Quecken aus Eltersdorf

Fazit

Eine äußerst unglückliche dritte Niederlage in Folge für den 1. SC Feucht. Gegen Eltersdorf funktionierte die Spielidee des Trainerduos über weite Teile der Partie sehr gut. Doch in den entscheidenen Situationen fehlte dem SC einmal mehr das Spielglück bzw. war Eltersdorf besonders technisch bei den Standardsituationen überlegen. Jetzt gilt es in der kommenden Woche auswärts beim Derby in Kornburg eine Reaktion zu zeigen.

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About Author

Simon Schmidt stieg 2016 als Sportreporter und Moderator bei FeuchtFM ein. Seit 2018 ist er Mitglied in der Projektleitung und für das Sport-Ressort verantwortlich. In seiner Freizeit engagiert er sich als Fußball-Schiedsrichter und ist leidenschaftlicher Fußball-, Formel 1- sowie Technik-Fan.

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